Digitale Vertriebskanäle gehören heute zum Kerngeschäft jedes B2B-Unternehmens. Ob Ersatzteilhandel, Industrie, Großhandel oder im Maschinenbau: Kunden erwarten rund um die Uhr verfügbare Informationen, individuelle Preise, Selbstbedienungsfunktionen und nahtlose Integration in ihre internen Systeme.
Doch die Wahl der richtigen eCommerce Plattform ist anspruchsvoller denn je. Der Markt ist unübersichtlich, Begriffe wie Headless Commerce, Composable, SaaS, ERP-Integration, Punchout, PIM-Anbindung oder Customer Self-Service fallen in jedem zweiten Gespräch – und jede Plattform verspricht, „die beste“ zu sein. Wir geben einen ehrlichen Überblick.
Die Anforderungen im B2B unterscheiden sich stark vom klassischen B2C-E-Commerce:
- komplexe Preislogiken und Freigabeprozesse
- unterschiedliche Rollen und Rechte in Organisationen
- kundenspezifische Sortimente
- Angebots- und Budgetprozesse
- ERP-Daten in Echtzeit
- EDI/Punchout/OCI
- strukturiertes Wiederbestellverhalten
- Service- und Support-Portale
- oftmals sehr lange Produktlebenszyklen
Dieser Vergleich verfolgt deshalb ein klares Ziel:
Unternehmen aller Größen sollen ein neutrales, fundiertes und umfassendes Werkzeug erhalten, um das für sie passende Shopsystem zu finden – unabhängig vom Anbieter.
Der Beitrag basiert auf Basis einer selbst durchgeführten Studie in den den größten deutschen und internationalen Vergleichsportalen, Whitepapern, Branchenartikeln und Herstellerinformationen. Keine Passage wurde 1:1 übernommen. Alles wird geprüft, aktualisiert und neutral verdichtet.
Ja, wir sind als Shopsoftware Hersteller auch mit dabei, wir zeigen aber auch unsere Schwächen in manchen Bereichen auf, denn durch unsere 30 jährige Erfahrung haben wir und in bestimmten Bereichen spezialisiert, wiederum andere aber nicht so stark ausgebaut, wo andere Anbieter besser sind.
Wie findet man die richtige eCommerce Plattform? – Methodik & Entscheidungsleitfaden
Bevor man Systeme überhaupt vergleicht, muss man verstehen, wie man die richtige Wahl trifft. Denn die Entscheidung folgt nicht „Shop A ist besser als Shop B“, sondern:
Welches System passt zu unseren Prozessen, Datenstrukturen, Skills und Zielen?
Deshalb orientiert sich dieser Vergleich an einem klaren, wiederverwendbaren Entscheidungsmodell.
Analyse der eigenen Anforderungen (Grundlage für jede Entscheidung)
Bevor man zu Technologie, Lizenzen oder Funktionen schaut, müssen folgende Fragen beantwortet werden:
Geschäftsmodell
- Reiner B2B-Shop, Mischmodell (B2B/B2C), Großhandel, Hersteller, Ersatzteile, Beschaffung?
- Individuelle Preislisten oder Standardpreise?
- Haben Kunden wiederkehrende Bestellprozesse?
- Produkte nur darstellen, anfragbar machen, oder kaufbar?
- gibt es technisch komplexe Kompatibilitäten?
IT-Landschaft
- Welches ERP ist im Einsatz? (SAP, Dynamics/Business Central, JTL, Reybex,…)
- Soll Echtzeitkommunikation möglich sein?
- Existiert ein PIM? Ein CRM? Ein DMS?
Technische Anforderungen
- Cloud oder On-Premise? (Achtung! onPremise überaltert, wenn kein Updatevertrag besteht!)
- Eigenes Entwicklerteam oder Anbieter/Agentur?
- Headless oder klassische „Suite“? (Headless bedeutet, dass Sie das Frontend anbinden müssen)
Fachliche Anforderungen im B2B
- Rollen, Rechte, mehrstufige Freigaben
- Budgets und Kostenstellen
- kundenspezifische Sortimente
- Punchout/OCI/EDI
- Angebotsfunktionen
- Serviceportal? Ersatzteilkatalog? Konfigurator?
Budget & Betriebsmodell
- Wie hoch sind die einmaligen Kosten?
- Was kostet die Lizenz monatlich/einmalig?
- Gibt es ein fair Use Prinzip? (folgen Kosten ab einem bestimmten Umsatz?
- Müssen Plugins gemietet werden, oder kann man sie kaufen? (vorsicht, hohe lfd. Kosten)
- Was kostet der Betrieb (Updates, Hosting, Support)?
- Was kostet Customizing im Lebenszyklus?
- Wer ist zuständig bei Problemen? (Software, Hosting, Schnittstellen)
Skalierbarkeit & Zukunftssicherheit
- Wie groß muss der Shop in 3–5 Jahren sein?
- Internationale Expansion?
- Mehrere Mandanten oder Marken?
Kategorisierung der Systeme – damit man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht
Auf Basis all dieser Merkmale lassen sich Shopsysteme in vier große Kategorien einteilen.
Manche Anbieter gibt es als Cloudvariante und als onPremise.
SaaS-Plattformen (Cloudshops)
Ideal für schnellen Start, klar definierte Prozesse, einfachen Betrieb.
Beispiele: Shopify/Shopify Plus, BigCommerce, IONOS, CosmoShop, Commercetools.
Vorteile: kein Hosting, schnelle Time-to-Market, laufende Updates.
Nachteile: teils begrenzte Individualisierung, API-/Plattformlimits.
On-Premise / Open Source / Selbst gehostet
Ideal für maximale Flexibilität und individuelle Prozesse.
Beispiele: Shopware (CE), Magento, PrestaShop, Gambio, xt:Commerce, OXID CE, CosmoShop.
Vorteile: volle Kontrolle, tiefes Customizing, keine Herstellerabhängigkeit.
Nachteile: Updates manuell, Sicherheit, Skalierungskomplexität.
Enterprise Suites
All-in-one Plattformen für mittelgroße bis sehr große Unternehmen.
Beispiele: Adobe Commerce, Shopware Enterprise, intershop, OroCommerce, SAP Commerce Cloud, CosmoShop eScale
Vorteile: starke B2B-Funktionalität, Skalierbarkeit, Integrationen.
Nachteile: höheres Budget, komplexe Projekte, oft Agentur-Abhängigkeit.
Composable / Headless
Flexibelste, aber technisch anspruchsvollste Kategorie.
Beispiele: Spryker, commercetools, Frontastic, Salesforce Headless, Shopware+Headless-Frontend.
Vorteile: frei gestaltbare Frontends, Microservices, Omnichannel.
Nachteile: hohe Kosten, hohes IT-Leistungsniveau erforderlich.
Die 10 wichtigsten Entscheidungskriterien (Kurzfassung)
- ERP-Integration: Echtzeit? Middleware? Schnittstelle?
- B2B-Funktionen: Rollen, Budgets, Freigaben, Kundenpreise, Punchout.
- Flexibilität: Wie stark kann/muss angepasst werden?
- Total Cost of Ownership (TCO): nicht nur Lizenz, sondern 5-Jahres-Kosten. Lfd. Kosten im Blick behalten!
- Internationalisierung / Mandanten
- Sicherheit & Updates
- Hosting & Performance
- Frontend-Flexibilität (Headless oder klassisch?)
- Erweiterbarkeit & App-/Plugin-Ökosystem
- Hersteller-Reifegrad & Support
Vorgehensweise beim Vergleich – wie wir in diesem Artikel vorgehen
Damit dieser Vergleich wirklich den nötigen Weitblick hat, folgen wir einem strukturierten Prozess:
Schritt 1: Systemuniversum definieren
Alle relevanten Shopsysteme, die in deutschen und internationalen Branchenquellen genannt werden, werden aufgenommen. Wir konzentrieren uns nur auf B2B eCommerce Plattformen.
Schritt 2: Funktionen & Positionierung analysieren
Für jedes System werden folgende Punkte identifiziert:
- Hostingmodell
- Funktionsschwerpunkte
- B2B-Reifegrad
- Integrationsmöglichkeiten
- Tech-Stack & Flexibilitätsgrad
- Preis-/Lizenzmodell
- typische Zielgruppen
Schritt 3: Stärken und Grenzen herausarbeiten
Neutral und faktenbasiert, basierend auf:
- Händlerbund
- OMR Reviews
- Capterra
- Sana/Shopware/Adobe/Intershop-Whitepaper
- Expertenartikel von iBusiness, digitalmanufaktur, ecoplan, mediawave, click-solutions, neuhandeln
- Herstellerangaben (ohne 1:1 Übernahme)
Schritt 4: Use-Cases definieren
Damit Unternehmen nicht nur Systeme vergleichen, sondern ihre eigene Situation wiederfinden.
Beispiele:
- Ersatzteilwesen
- Industrie / Hersteller (mit ERP-Integration)
- Großhandel
- Werbemittel / Company Stores
- technische B2B-Portale
- Beschaffung / OCI-Punchout
- Konfigurator-Shops
- Marktplatzmodelle
- internationale Multishop-Setups
Schritt 5: Entscheidungsmatrix entwickeln
Eine Tabelle, die z. B. 20–30 Systeme gegenüberstellt – nach B2B-Reifegrad, ERP-Tiefe, Headless-Fähigkeit, Mandantenfähigkeit, etc.
Schritt 6: Empfehlungstypen formulieren
Nicht herstellerbezogen („Kauf System X“), sondern:
- „Wenn Sie stark auf ERP-Daten angewiesen sind → Kategorie A/B“
- „Wenn Sie viele individuelle Preise haben → Kategorie C“
- „Wenn Sie kleine Budgets haben → Kategorie SaaS“
- usw.
Die große Systemanalyse – alle relevanten eCommerce Plattformen im deutschsprachigen B2B-E-Commerce
Cluster A – Enterprise- und B2B-Suite-Systeme (klassische monolithische Plattformen)
Diese Systeme sind leistungsstark, hochgradig erweiterbar und für Unternehmen gedacht, die komplexe B2B-Prozesse, internationale Strukturen oder anspruchsvolle Integrationen benötigen.
Adobe Commerce (ehemals Magento)
Typ: Enterprise Suite (Cloud + On-Prem Varianten)
Zielgruppe: Mittelstand bis Konzern, international tätige Händler, komplexe Multishop-Projekte
Stärken
- Sehr großer Funktionsumfang: Multishop, Multi-Language, Multi-Currency, Promotions, komplexes Produktmodell.
- Großes Ökosystem: Tausende Extensions, viele spezialisierte Agenturen weltweit.
- Hohe Flexibilität: Ideal für individuelle Prozesse, maßgeschneiderte Workflows und besondere Sortimentslogik.
- Starke Internationalisierung: Unterstützt große Konzerne mit vielen Märkten.
Schwächen
- Hohe Komplexität: Projekte benötigen erfahrene Entwickler und solides Architekturdesign.
- Kostenintensiv: Lizenz-, Hosting-, Projekt- und Wartungskosten sind im oberen Segment.
- Technische Einstiegshürde: Performance-Optimierung, Security und Wartung anspruchsvoll.
Shopware Enterprise (inkl. B2B Suite)
Typ: Enterprise Suite (Cloud + On-Prem), API-first
Zielgruppe: Mittelstand, gehobener Mittelstand, B2B und B2C, Händler mit Custom-Prozessen
Stärken
- Moderne Technologieplattform (API-first, headless-fähig)
- B2B Suite: Rollen, Budgets, Freigaben, Schnellbestellung, kundenspezifische Preise
- Großes Plugin- und Agentur-Ökosystem
- Made in Germany → starke Lokalisierung für DACH
- Gute Balance zwischen Flexibilität und Bedienbarkeit
Schwächen
- Wirklich starke B2B-Funktionen erst in Enterprise, nicht in Community
- Je nach Projekt droht starker Plugin-Fokus
- Tiefe Prozess-Anpassungen benötigen gute Architekten
- neues Lizenzmodell ist preislich höher, Module nur zur Miete
SAP Commerce Cloud
Typ: Enterprise Suite, SAP CX
Zielgruppe: Großunternehmen mit SAP-ERP, globaler Struktur, mehreren Marken
Stärken
- Perfekte Ergänzung zu SAP ERP/S4
- Umfassende B2B-Features: Genehmigungen, Workflows, Firmenkonten
- Sehr hohe Skalierbarkeit für Extreme-Use-Cases (z. B. 50.000+ SKUs, mehrere Länder)
Schwächen
- Vollständige SAP-Landschaft fast Pflicht
- Sehr hohe Lizenz- und Projektkosten
- Schwergewichtig, zu groß für viele Mittelständler, lange Wege
Salesforce B2B Commerce Cloud
Typ: Cloud-Suite, CRM-zentriert
Zielgruppe: Firmen mit Salesforce-CRM, Service-Teams, starkem Kundenfokus
Stärken
- Nahtlos in Salesforce eingebettet
- Starke Personalisierungs- und Kundendatenfunktionen
- SaaS-Betrieb → weniger eigene IT-Last
Schwächen
- Kein dediziertes B2B-Produkt, sondern CRM-basiert
- Komplex, teuer, und abhängig vom Salesforce-Universum
Intershop Commerce Platform
Typ: Deutsche Enterprise-Suite
Zielgruppe: Industrie, Großhandel, Ersatzteile, Mittelstand & Enterprise
Stärken
- Seit Jahrzehnten etabliert im B2B-Bereich
- Viele native B2B-Funktionen (Schnellbestellungen, Freigaben, Formulare, Bulk-Orders)
- Leistungsfähig bei Ersatzteilhandel
Schwächen
- Architektur gilt als älter/monolithisch
- Entwicklungs-Ökosystem kleiner als Magento/Shopware
- Einstieg preislich hoch, dafür später viele fertige Module
OroCommerce
Typ: reine Open-Source-B2B-Suite
Zielgruppe: Großhandel, Fertigung, Ersatzteile, Distributoren
Stärken
- Komplett B2B-spezifisch
- Integriertes CRM
- Sehr flexibel anpassbar
Schwächen
- Weniger Verbreitung im DACH
- Höhere Implementierungsanforderungen
- Nicht so massenkompatibel wie Shopware/Adobe
CosmoShop
Typ: Deutsche eCommerce Plattform für B2B, Beschaffung, Aftersales, Werbemittel
Zielgruppe: Industrie, Maschinenbau, Beschaffung, Intranet-Shops, OCI-Kataloganbindung
Stärken
- Stark spezialisierte B2B-Lösung mit Features wie:
- OCI/Punchout (SAP/Ariba)
- Budgetverwaltung, Genehmigungen, Kostenstellen, Ordersplitting, EDI
- Multishop & Private Cloud
- Intranet-/Beschaffungsportale
- Konfiguratoren
- komplexe Preis- und Rabattstrukturen
- Deutscher Anbieter – Lokalisierung & DSGVO-konform
- Hoher Projekt- und Beratungsfokus
Schwächen
- Weniger bekannt im Massenmarkt
- Vor allem für B2B entwickelt – für reinen B2C nicht optimal
- Fokus auf Fullservice Projektdienstleistung (kein „Self-Service-Baukasten“)
Cluster B – Headless / Composable Commerce
Diese Lösungen sind ideal für Unternehmen mit eigener IT, die volle Flexibilität wünschen.
Spryker
Typ: Composable, modulare Plattform
Zielgruppe: große Mittelständler, Konzerne, Marktplätze, Plattformmodelle
Stärken
- Extrem flexibel, Microservice-Architektur
- Ideal für Marktplätze, komplexe Plattformen
- Headless von Grund auf
Schwächen
- Sehr hohe Einstiegskosten
- Bedarf an starken Entwicklerteams
- Für Standard-B2B-Prozesse fast „zu viel“
commercetools
Typ: API-First, Headless
Zielgruppe: Unternehmen, die Commerce komplett maßschneidern wollen
Stärken
- Branchenführend im Composable Commerce
- Flexibelster Ansatz am Markt
- Gut für Omnichannel-Szenarien
Schwächen
- Wenige B2B-Features im Kern – müssen gebaut oder aus dem Store hinzugefügt werden
- Entwicklungsintensiv
- Hohe TCO
Frontastic (Commerce Frontend)
Typ: Frontend-as-a-Service / Headless-Frontend (Trennung Frontend + Backend)
Stärken:
- Sehr schnelle Frontend-Entwicklung
- technologisch modernster Ansatz
Schwächen:
- Benötigt Backend wie commercetools, Spryker oder Shopware
- längere time to market durch umfangreichere Projekte
Cluster C – Allround-Systeme mit B2B-Optionen
Diese Systeme decken B2C & B2B ab, sind aber leichter zu bedienen.
Shopify / Shopify Plus (mit B2B-Modus)
Typ: SaaS-Plattform
Zielgruppe: KMU & Marken, Cross-Border, D2C, B2B light
Stärken
- Schnellste Einrichtung am Markt
- B2B-Funktionen wie Preislisten, Wholesale-Kataloge, Firmenkonten
- Riesiges App-Ökosystem
Schwächen
- Nicht für komplexe B2B-Prozesse geeignet
- nicht beliebig anpassbar
- Starke Lock-in-Struktur
- ERP-Integration meist über Middlewares
BigCommerce (B2B Edition)
Typ: SaaS-Shop
Zielgruppe: KMU, Mittelstand, Mischmodelle B2B/B2C
Stärken
- Offene APIs
- B2B-Tools (Kundenpreise, Listen, Genehmigungen)
- Guter Mittelweg zwischen SaaS und Flexibilität
Schwächen
- Weniger verbreitet im DACH
- Bei sehr umfangreichen B2B-Anforderungen limitiert
OXID eShop (inkl. B2B Edition)
Typ: Deutsche Open-Source-/Enterprise-Lösung
Zielgruppe: Mittelstand, stationärer Handel, Ersatzteilhandel
Stärken
- Robust, bewährt
- Gute B2B-Edition
- Deutsche Community
Schwächen
- Backend gilt als älter
- Entwicklung der letzten Jahre langsamer als bei Shopware
JTL-Shop
Typ: Shop + kostenlose Warenwirtschaft (JTL-Wawi)
Zielgruppe: Händler, die Shop + ERP in einem Ökosystem möchten
Stärken
- Sehr starke JTL-Wawi-Anbindung
- Gut für Bestandsverwaltung & Versand
- In DE sehr beliebt
Schwächen
- B2B-Funktionsumfang eher gering
- Erweiterungen notwendig
Gambio
Typ: Shopsoftware (On-Prem + Cloud)
Zielgruppe: KMU, Einsteiger, B2C/B2B light
Stärken
- Großer Funktionsumfang „out of the box“
- kein Fokus auf B2B
- Deutsche Lösung, gute rechtliche Basis
- Preis-Leistungs-Verhältnis hervorragend
Schwächen
- Nicht ideal für komplexe B2B-Strukturen
- Weniger modern als Shopware oder Shopify
plentymarkets
Typ: ERP + Shop + Marktplatz-Suite (SaaS)
Zielgruppe: Händler mit starkem Multichannel-Fokus/B2C
Stärken
- Zentrale Steuerung aller Kanäle
- Marketplace-First
- B2B möglich über Plugins
Schwächen
- Architektur komplex
- B2B nicht nativ, braucht Module
Cluster D – ERP-nahe & Industrieorientierte B2B eCommerce Plattformen
Diese Systeme sind eng mit bestimmten ERP Systemen verzahnt.
Sana Commerce
Typ: ERP-integriert (Microsoft Dynamics, Business Central / SAP)
Zielgruppe: Industrie, Großhandel, Beschaffung
Stärken
- Native Integration ins ERP
- Echtzeitpreise, Echtzeitbestände
- Sehr sauberer B2B-Fokus
Schwächen
- Funktioniert nur sinnvoll mit Dynamics/BC oder SAP
- Für B2C weniger geeignet
avanta
Typ: Deutsche B2B-Plattform
Zielgruppe: Mittelstand, Industrie, technischer Handel
Stärken
- Starke B2B-Kernfunktionen
- Punchout
- Gute ERP-Integrationen
Schwächen
- Kleinere Community
- Weniger Flexibilität als Headless-Systeme
IntelliShop/Revenexx
Typ: B2B-Fokus, Cloud/On-Prem
Zielgruppe: technischer Großhandel, Ersatzteilwesen
Stärken
- Echte B2B-DNA
- Multi-Store, Punchout, ERP-Anbindung
Schwächen
- Kleinere Community
- Mittel- bis Hochpreis-Segment
ElectronicSales
Typ: B2B-/KMU-Fokus, deutsche Plattform
Zielgruppe: KMU, Handel, Beschaffung
Stärken
- Gute B2B-Basis
- Fokussiert auf einfache Umsetzung
- Deutsche Lokalisierung
- Auf Elektronik/Distributoren spezialisiert
Schwächen
- Weniger geeignet für große Enterprise-Projekte
- Funktionsumfang kleiner als große Suiten
Cluster E – vollständige Longlist aller relevanten B2B eCommerce Plattformen
Enterprise
- Adobe Commerce
- Shopware Enterprise
- SAP Commerce Cloud
- Salesforce Commerce Cloud
- Intershop
- OroCommerce
- CosmoShop
Headless/Composabe
- Spryker
- Frontastic
- commercetools
Allround-Systeme
- Shopify
- BigCommerce
- PrestaShop
- OXID eShop
- xt:Commerce
- plentymarkets
- Gambio
- JTL-Shop
B2B-/ERP-nahe Spezialisten
- Sana Commerce
- avanta
- IntelliShop/Revenexx
- ElectronicSales
- WECO E-Commerce
- B2B Sellers (Shopware-basiert)
CMS-basierte Commerce-Add-ons
- Drupal Commerce
- TYPO3 + Commerce Extensions
- WordPress + WooCommerce
Website-Builder
- Wix
- Jimdo
- IONOS MyWebsite Shop
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Welches Shopsystem ist das Beste für B2B?
Keines pauschal. Systeme wie CosmoShop, Shopware Enterprise, Adobe Commerce, OroCommerce und Sana gehören jedoch klar zu den stärksten im B2B-Kontext. Nun muss genau untersucht werden, welche DNA am besten zusammenpasst, auf Basis Ihrer Infrastruktur und Anforderungen.
Welches System ist für komplexe B2B-Beschaffung am besten geeignet?
→ CosmoShop, Sana Commerce, Intershop, OroCommerce.
Welches System eignet sich für Unternehmen mit wenig IT-Ressourcen?
→ Shopify Plus, BigCommerce, Gambio.
Welches System eignet sich für Marktplätze?
→ Spryker, commercetools, Intershop
Welches System integriert am besten in SAP oder Dynamics?
→ Sana Commerce (nativ), SAP Commerce Cloud, Intershop
Fazit: Welche B2B-eCommerce-Plattform ist die richtige?
Der B2B-Commerce-Markt ist stark fragmentiert. Es gibt kein Universalsystem, das „für alle“ optimal ist.
Die Wahl hängt immer von drei Faktoren ab:
- Wie komplex sind Ihre Prozesse?
- Wie tief soll die ERP-Integration sein?
- Welche IT-Ressourcen haben Sie intern?
Unternehmen mit starken, individuellen B2B-Anforderungen profitieren meist von Enterprise-Suiten oder B2B-Spezialisten wie CosmoShop, Shopware Enterprise, Adobe Commerce, Sana oder Intershop.
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IHR TERMIN FÜR EINE PERSÖNLICHE BERATUNG
Wir sind gerne für Sie da. Zur Terminvereinbarung nehmen Sie einfach per Telefon oder E-Mail mit uns Kontakt auf. Oder Sie wählen direkt in unserem öffentlichen Vertriebskalender Ihren Wunschtermin mit unseren Kundenberatern. Wir rufen Sie dann zum vereinbarten Termin an.
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