Accelerated Mobile Pages: Neue Mobilmachung für Onlineshops? (Gastblog)

Accelerated Mobile Pages: Neue Mobilmachung für Onlineshops? (Gastblog)

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Eine kurze Ladezeit der Webseite ist heute eines der wichtigsten Kriterien für Onlineshops. Kunden, die auf den Aufbau einer Produktseite warten müssen, ziehen weiter. Bereits vor Jahren haben Google und Amazon herausgefunden, dass lange Ladezeiten gleichbedeutend sind mit weniger Umsatz. Und seitdem der Suchmaschinenbetreiber mobile-freundlichen Seiten einen Rankingvorteil verschafft, kann man davon ausgehen, dass Accelerated Mobile Pages, kurz AMP, 2017 einen zusätzlichen Schub bekommen werden. Schon heute profitieren sie von den Mobile-friendy-Regeln. Worum geht es also bei AMP und wie können Shopbetreiber AMP für Ihren Wettbewerbsvorteil, bessere Konversion und mehr Umsatz nutzen? Thomas Kaiser, Geschäftsführer der SEO-Agentur cyberpromote gibt Antworten auf die drängendsten Fragen.

Was ist AMP und was macht die Technologie?

Im Februar 2016 fiel der Startschuss für die Accelerated Mobile Pages in Deutschland. Das AMP-Projekt entstand im Rahmen der Google Digital News Initative. Als Antwort auf Facebooks Instant Articles wurde ein Open Source Framework für schlankere und schnellere Webseiten geschaffen, das weltweit die Server von Google nutzt. Ziel ist es, umfangreiche Webseiten mit langen Ladezeiten gar nicht erst mobil anzubieten. Vielmehr sollen schlanke Kopien vorhandener Seiten bereitgestellt werden können. Man muss also verstehen, dass die AMP-Seite grundsätzlich immer denselben Inhalt hat wie die dazugehörige Desktop-Seite. Voraussetzung sind allerdings eine Reihe von Einschränkungen:

  • Javascript: Nur die bereitgestellten Funktionen können genutzt werden (vorgegeben Javascript Bibliotheken)
  •  CSS: Nur ein einziges <style> Element im Quellcode mit maximal 50 kB Größe, einige CSS Elemente sind nicht erlaubt, externe CSS Dateien sind nicht möglich
  • Keine Formulare
  • Seiten werden im Cache von Google vorgehalten und von dort abgerufen und nicht von den Webservern der Seitenbetreiber

Der massive Druck, mit dem Google AMP verbreiten will, zeigt, dass man es mit einer neuen Technologie zu tun hat, die schon bald auch für die Suchmaschinenoptimierung sehr relevant werden wird. Seit Ende September 2016 sind AMP Seiten von Google weltweit ausgerollt worden. 600 Millionen einzelne AMP-Seiten sind bereits von Google indexiert, Unternehmen wie ebay sind schon mit dabei.

AMP Seiten für Onlineshops?

Aktuell wird AMP vor allem von Nachrichtenwebseiten wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung genutzt. Viele Menschen kommen über Google auf die Portale, und mit AMP kommen sie dort dann auch schneller zum Ziel: der gewünschten News. Im Vergleich sieht das dann so aus:

Accelerated Mobile Pages: Neue Mobilmachung für Onlineshops? (Gastblog)     FAZ Desktop Version

Accelerated Mobile Pages: Neue Mobilmachung für Onlineshops? (Gastblog)              FAZ AMP Version
Die Einschränkungen zeigen, dass die Umsetzung von AMP im Bereich eCommerce schwierig und sehr aufwändig ist. Neben der eingeschränkten Grundfunktion von Javascript ist vor allem das Fehlen von Formularen ein Problem. Daher ist es für Shopbetreiber derzeit äußerst kompliziert, AMP umzusetzen. Schon ein Button oder eine Größenwahl benötigt ein Formular. Unklar ist bisher auch, wie man das Updaten von Seiten im Cache von Google erzielen kann. Hierzu gibt es keine konkreten Aussagen. Ändert sich also eine AMP Seite auf dem Webserver, ist unklar, wann diese in den Caches von Google upgedatet wird. Preisänderungen würden also erst verzögert auf AMP Seiten zu sehen sein. Für Shops also ein weiteres K.o.-Kriterium.
Unmöglich ist es aber nicht: Mit den AMP Extensions kann man bestimmte Funktionalitäten doch umsetzen; allerdings nur so, wie es das Framework vorgibt. Möchte man eine komplette Website sozusagen auf AMP ausliefern, gibt es im Detail erheblichen Anpassungsbedarf. Die Extensions werden laufend aktualisiert und erweitert. Die vorhandenen Javascript Funktionen ermöglichen vieles, laufen  aber eben nur mit den vorgegebenen Skripten.

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So gibt es beispielsweise eine Extension für Formulare, die sich aber im Status „experimental“ befindet. Ein produktiver Einsatz ist nicht zu empfehlen. Ob die Extension langfristig von Google übernommen wird, muss man abwarten. Es wäre kontraproduktiv, wenn man Webseiten vollständig ohne Einschränkung mit Hilfe der AMP Extensions umsetzen würde. Dadurch würde man wieder viele einzelne Javascript-Dateien einbinden.

Das Beispiel zeigt aber, dass Google mit AMP im Prinzip ein Framework für Javascript bereitstellt. Grundsätzlich könnte man komplette Websites mit dem Framework von Google umsetzen. Die Extensions wachsen ständig an. Der Plan von Google könnte sein, dass man all die Javascript Frameworks und Bibliotheken durch das AMP Angebot ersetzen könnte. Das schlagende Argument: Die Skripte werden direkt von den Google-Servern ausgeliefert, und sind daher sehr schnell. Andererseits liefert man sich der Abhängigkeit von Google aus. Auch hierüber wird es vermutlich Diskussionen geben, ob das Internet als unabhängige technologische Plattform von wenigen einzelnen Unternehmen gelenkt und gesteuert wird.

Eine andere Möglichkeit sind Landing Pages für Shops, die schon auf statischem HTML basieren. Diese auf AMP einzudampfen ist machbar. Der Vorteil ist, dass man nicht nur bestehende Seiten umsetzen kann, sondern jede beliebige Seite, die speziell für Suchende eines Begriffs relevant ist. Denkbar und gar nicht so schwer sind schlanke Produktseiten: Das wonach der Suchende sucht als AMP Seite anzubieten und den Besucher anschließend auf die „normale“ mobile Variante zu leiten. Hier darf man natürlich den Vorteil dann nicht durch schlechte Ladezeiten verspielen. Wer also über AMP nachdenkt und einen Kompromiss eingeht, in dem nur ein Teil der Website als AMP umgesetzt wird, muss auch grundsätzlich die gesamte Website schnell machen.

Ebay ist wohl das erste Shopsystem, das von Anfang an AMP Seiten erstellt hat. Allerdings konnte die Plattform nur etwa acht Millionen AMP Seiten bereitstellen, alles Kategorieseiten. Für andere Seiten wird man eine Lösung abwarten müssen.

AMP Seiten für CMS Systeme?

Die Implementierung ist nicht einfach, verbreitete CMS-Systeme werden es aber wohl einbinden (z.B. das WordPress Plugin). Allerdings funktioniert es nicht so: Implementieren und fertig. Denn die Plugins sind meistens beschränkt auf Artikel und haben ein Standardtemplate, welches man erst an die eigene Website anpassen sollte. Möchte man alle Seiten in AMP umsetzen, ist wohl viel Handarbeit und Tuning notwendig.

AMP überprüfen

Es gibt neben den genannten Möglichkeiten unter auch einen Validator, der einzelne AMP Seiten prüft. Details erhält man zudem von Google in der Search Console, sobald Google beim indexierten einer Website AMP Seiten findet. Dort werden ebenfalls Probleme ausgegeben. Allerdings muss man eben warten, bis Google die Seiten indexiert hat.

Die Überprüfung, ob die gegenseitige Verlinkung von Webseiten und AMP Seiten richtig funktioniert, lässt sich mit Forecheck verifizieren. Diese Prüfung verläuft nach dem gleichen Prinzip wie die Prüfung von Alternate Mobile Pages. Sobald eine AMP Seite gefunden wird, wird geprüft, ob diese per Canonical Link auf die Seite zurückverweist, die die AMP Seite verlinkt hat. Zusätzlich wird geprüft, ob die Inhalte gleich oder ähnlich sind. Hierzu wird vereinfacht das Title Tag verglichen. Ein Bericht listet dann die Probleme auf.

Fazit

Als SEO Agentur ist uns bewusst, dass AMP zukünftig eine große Rolle spielen wird. Nicht selten liegt der Anteil an mobilen Besuchern schon bei 30 Prozent oder deutlich höher. Daher arbeiten wir von cyberpromote an einer Lösung, die AMP für beliebige Seiten und Shops möglich macht.

Genaue Details gibt es auf der vorsprung.io Konferenz, bei der auch AMP ein wichtiges Thema sein wird. Ob Sie zu der Konferenz gehen oder sich anderweitig informieren: AMP wird zukünftig eine große Rolle spielen, bereiten Sie sich darauf vor!

 

Weitere Links:

AMP Projekt Website

Vorsprung.io Konferenz, 22. November 2016 Google Headquarter München, Infos und Anmeldung

Für CosmoShop-Kunden: Fordern Sie den Einladungscode an! Einfach an info@cosmoshop.de schreiben mit dem Betreff Einladung Vorsprung senden

Forecheck Für eine kostenlose Lizenz schreiben Sie uns.

 

Über den Autor:Accelerated Mobile Pages: Neue Mobilmachung für Onlineshops? (Gastblog)

Thomas Kaiser, Gründer und Geschäftsführer der 1997 gegründeten cyberpromote GmbH,  studierte Elektro- und Informationstechnik sowie Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften an der TU München und entwickelte 1996 am Lehrstuhl für Datenverarbeitung den ersten MPEG-2 Videokodierer für Windows. Er entwickelte verschiedene Anwendungen wie z.B. “RankIt!!”, die erste Software zur Suchmaschinenoptimierung im deutschen Markt sowie die “Suchmaschinenbrille” oder das Website-Analysetool “Forecheck”. Thomas Kaiser hielt zahlreiche Vorträge, unter anderem auf der Internet World Messe, dmexco oder mailingtage, sowie Seminare bei ManagementCircle, Jupiter Events oder IIR und schrieb zahlreiche Fachartikel und Fachbücher.

 

 

Accelerated Mobile Pages: Neue Mobilmachung für Onlineshops? (Gastblog)Die cyberpromote GmbH zählt zu den Pionieren im Bereich SEA und SEO sowie der Integration nutzerzentrierter Aspekte, wie der Usability-Optimierung und dem Webcontrolling. Mit inzwischen fast 20 Jahren gehört cyberpromote zu den dienstältesten Anbietern am Markt und konnte mit innovativen Dienstleistungen und professionellen Softwarelösungen weltweit hunderte Kunden und über 50 Partner überzeugen. Als eine der ersten Agenturen überhaupt analysiert cyberpromote für seine Kunden mit einem ganzheitlichen Ansatz mögliche Problembereiche und Potenziale. Ziel ist die optimale Nutzung der Suchmaschinen als Marketinginstrument und die Maximierung von Leads und Sales. Eine eigene Selbstverpflichtungserklärung, die über bestehende Zertifikate hinausgeht, definiert seit 2006 die Spielregeln und schließt beispielsweise Linkkauf und Linkmiete vertraglich aus. cyberpromote erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Innovationspreise der Initiative Mittelstand in 2013 oder den „Seal of Excellence Award“ der Europäischen Kommission in 2016. Die Software Forecheck wurde ebenfalls mehrfach ausgezeichnet. cyberpromote ist seit Juni 2016 ein Google Premium Partner und hat für Google Workshops im Rahmen der Initiative „Digital Workshops“ durchgeführt.

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